{"id":44,"date":"2023-05-04T14:44:38","date_gmt":"2023-05-04T14:44:38","guid":{"rendered":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/?page_id=44"},"modified":"2023-05-04T14:44:39","modified_gmt":"2023-05-04T14:44:39","slug":"schutzkonzept","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/?page_id=44","title":{"rendered":"Schutzkonzept"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><strong>SCHUTZKONZEPTION<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>des<\/strong><br><strong>Wald- und Naturkindergartens H\u00f6henberg<\/strong><br><strong>\u201eSchlossbergkinder\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Als Tr\u00e4ger der Kinder- und Jugendarbeit von Kindertagesst\u00e4tten, tritt die Lombardi &amp; Becker GbR entschieden daf\u00fcr ein, M\u00e4dchen und Jungen vor sexuellen \u00dcbergriffen zu sch\u00fctzen und Zugriff auf Kinder und Jugendliche f\u00fcr T\u00e4ter und T\u00e4terinnen in den eigenen Reihen zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Eine klare Positionierung zum Kinder-und Jugendschutz, ein Klima von Auseinandersetzung, Transparenz und Sensibilisierung sind ein Gewinn f\u00fcr die Qualit\u00e4t unserer Arbeit und erlauben sowohl Kindern und Jugendlichen als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sich bei uns wohl und sicher zu f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Die Lombardi &amp; Becker GbR als Betreiber und Tr\u00e4ger des Wald- und Naturkindergartens H\u00f6henberg \u201eSchlossbergkinder\u201c ist bem\u00fcht und verpflichtet die Menschen- und Kinderrechte aller mit uns verbundenen Kinder und Erwachsenen einzuhalten und deren Umsetzung zu \u00fcberwachen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Als Ansprechpartner stehen wir ihnen als Tr\u00e4ger gerne zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Melanie Lombardi: 0175-7271394<br>Ulrich Becker: 0171-6426456<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">E-Mail: <a href=\"mailto:info@schlossbergkinder.de\">info@schlossbergkinder.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Das Schutzkonzept ist hier auf unserer Homepage hinterlegt, sowie in Papierform \u00fcber das Team erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>INHALT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Einleitung und Leitbild&nbsp;<\/strong><br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Selbstverpflichtung und Verhaltenskodex<\/strong><br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Schutzauftrag nach dem Gesetz<\/strong><br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Risikoanalyse<\/strong><br>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Struktur Gruppe in der Einrichtung<\/li>\n\n\n\n<li>N\u00e4he und Distanz<\/li>\n\n\n\n<li>Macht- und Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnisse&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>R\u00e4umliche Gegebenheiten<\/li>\n\n\n\n<li>Gefahrensituationen<br><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Umsetzung des Schutzauftrags<\/strong><br>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Pers\u00f6nliche Eignung<\/li>\n\n\n\n<li>Unser Selbstverst\u00e4ndnis<\/li>\n\n\n\n<li>Erweitertes F\u00fchrungszeugnis<\/li>\n\n\n\n<li>Pr\u00e4vention \/ Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung von Kindern<br><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Beschwerdemanagement<\/strong><br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Im Falle eines p\u00e4dagogischen Fehlverhaltens<\/strong><br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Qualit\u00e4tsmanagement<\/strong><br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Handlungsschritte und Schemata im Falle von Grenz\u00fcberschreitungen der Mitarbeiter*innen<\/strong><br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Handlungsschritte und Schemata im Falle von m\u00f6glicher Kindeswohlgef\u00e4hrdung<\/strong><br><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>1. Leitbild<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sch\u00fctzen Kinder und die uns allen anvertrauten Personen, indem wir das Kindeswohl in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Unser Auftrag ist es, den Lern- und Lebensraum von Kindern sicher zu gestalten. Das gelebte Miteinander basiert auf Autonomie und Partizipation jedes einzelnen Kindes und der Interessen der Gesamtgruppe. Das p\u00e4dagogische Personal und alle bei uns t\u00e4tigen Mitarbeiter*innen leben den respektvollen Umgang im allt\u00e4glichen Leben vor. Jede Form von Gewalt lehnen wir ab und schreiten ein. Jegliche Form von Gewaltanwendungen ist ein Machtmissbrauch. Nach unserem Selbstverst\u00e4ndnis ist es unsere Aufgabe, das k\u00f6rperliche, geistige und seelische Wohl aller Kinder und den uns allen anvertrauten Personen zu sch\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder sind jedoch keine kleinen Erwachsenen, sie brauchen zus\u00e4tzliche Schutz- und F\u00f6rderrechte, die in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verankert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese fordert:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>das Recht auf kindgerechte Entwicklung<br><\/li>\n\n\n\n<li>das Recht auf gute Versorgung<br><\/li>\n\n\n\n<li>das Recht auf seelische und k\u00f6rperliche Unversehrtheit<br><\/li>\n\n\n\n<li>das Recht auf Mitbestimmung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Mit einer Atmosph\u00e4re der Achtsamkeit wollen wir \u00dcbergriffe verhindern und Angebote anbieten, bei denen sich Kinder gesch\u00fctzt und wohlf\u00fchlen um sich bestm\u00f6glich entwickeln zu k\u00f6nnen. Alle Mitarbeiter*innen werden im Umgang mit dem Kinderschutzkonzept geschult. Der Tr\u00e4ger und sein Team stellen sicher, dass die Einrichtung bei einem Gef\u00e4hrdungsrisiko versucht den Sachverhalt aufzukl\u00e4ren, um die seelische und k\u00f6rperliche Unversehrtheit von anvertrauten Kindern zu sch\u00fctzen und geeignete Schutzma\u00dfnahmen einleitet. Die beteiligten Fachkr\u00e4fte sind hierbei mitverantwortlich f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung des Gef\u00e4hrdungsrisikos und des Hilfeprozesses. Ein vertrauensvoller und offener Umgang zwischen Kindern, Eltern, Teammitgliedern und Tr\u00e4ger, ist ein wichtiger Baustein unserer p\u00e4dagogischen Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Beobachtung, Dokumentation und die Installation von angemessenen Ma\u00dfnahmen und Verfahrensabl\u00e4ufen ist das Fundament unserer Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Selbstverpflichtung und Verhaltenskodex<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Mitarbeiter*innen verpflichten sich, das Schutzkonzept im Kindergartenalltag umzusetzen und die Kinder vor Verletzungen ihrer k\u00f6rperlichen, seelischen und geistigen Unversehrtheit zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Handeln richtet sich nach folgendem Verhaltenskodex: K\u00f6rperkontakt und k\u00f6rperliche Ber\u00fchrungen sind unabdingbarer Teil unserer p\u00e4dagogischen Arbeit und somit unverzichtbar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir achten sehr genau auf die Bed\u00fcrfnisse der Kinder und gehen darauf ein. Das beinhaltet, dass wir dem Kind, Halt, Geborgenheit und\/oder Trost geben, wenn es das braucht. Dazu geh\u00f6rt es f\u00fcr uns auch, dass ein Kind auf dem Scho\u00df sitzen darf, in den Arm genommen oder ber\u00fchrt werden darf\/muss. Ebenso geh\u00f6rt dazu aber auch, das Bed\u00fcrfnis nach Abstand und R\u00fcckzug des Kindes zu achten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei respektieren wir die Bed\u00fcrfnisse des Kindes, f\u00f6rdern und akzeptieren das Recht, nein zu sagen. F\u00fcr K\u00f6rperkontakt braucht es immer das Einverst\u00e4ndnis und eine Freiwilligkeit von beiden Seiten, der des Kindes und der Bezugsperson. Es ist auch darauf zu achten, dass dieser Kodex unter den Kindern eingehalten wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sprechen h\u00f6flich und respektvoll miteinander und achten auf den Umgangston vom Kind zum Kind, vom Erwachsenen zum Kind und vom Erwachsenen zum Erwachsenen. Die Gespr\u00e4chs- und Umgangsregeln werden immer wieder, je nach Bedarf, mit den Kindern besprochen und die Meinungen und Bed\u00fcrfnisse der Kinder flie\u00dfen dabei in diese Regeln ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Klare Aussagen, die die Kinder gut verstehen k\u00f6nnen und Ich-Botschaften sind uns als Team wichtig, besonders in Konfliktsituationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir legen Wert darauf, dem Kind zu vermitteln, dass es um sein Verhalten geht, nicht um die Person an sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kinder d\u00fcrfen jederzeit ihre Meinung sagen, Ideen und Kritik einbringen. Wir h\u00f6ren die Kinder im Kindergartenalltag und in Gespr\u00e4chskreisen an und nehmen ernst, was sie sagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Der gesetzliche Schutzauftrag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00a7 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgef\u00e4hrdung<br><\/li>\n\n\n\n<li>\u00a7 8b SGB VIII fachliche Beratung und Begleitung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen<br><\/li>\n\n\n\n<li>\u00a7 45 SGB VIII Erlaubnis f\u00fcr den Betrieb einer Einrichtung<br><\/li>\n\n\n\n<li>\u00a7 47 SGB VIII Meldepflicht<br><\/li>\n\n\n\n<li>\u00a7 72a SGB VIII T\u00e4tigkeitsausschluss einschl\u00e4gig vorbestrafter Personen<br><\/li>\n\n\n\n<li>Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG)<br><\/li>\n\n\n\n<li>Kinder- und Jugendst\u00e4rkungsgesetz (KJSG)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>4. Risikoanalyse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>4.1 Struktur der Gruppe in der Einrichtung<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt in der Einrichtung eine Gruppe mit h\u00f6chstens 25 Kindern im Alter von 3 Jahren bis Schuleintritt. In Ausnahmef\u00e4llen werden nach Absprache auch Kinder unter 3 Jahren \u2013 mindestens jedoch 2,6 Jahre aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gruppe wird von mindestens 2 Erzieher*innen und 1 Kinderpfleger*in betreut. Zus\u00e4tzlich sind evtl. auch noch Praktikant*innen an der Betreuung beteiligt. Unterst\u00fctzung erhalten wir zus\u00e4tzlich durch einen sozialp\u00e4dagogischen Fachdienst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Betreuung der Kinder findet von 7:45 Uhr bis h\u00f6chstens 14:00 Uhr statt.<\/p>\n\n\n\n<p>4.2 N\u00e4he und Distanz<\/p>\n\n\n\n<p>Die vom Kind selbstgew\u00e4hlte k\u00f6rperliche N\u00e4he ist ein wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes. Gemeinsam mit den Kindern achten wir darauf, dass die pers\u00f6nliche Intimsph\u00e4re respektiert wird. Bei Toiletteng\u00e4ngen (wenn noch n\u00f6tig evtl. auch Wickeln) ist es uns sehr wichtig, dass die Kinder entscheiden, von welcher festangestellten Bezugsperson sie sich wickeln, oder bei Toiletteng\u00e4ngen assistieren lassen. Die Toiletteng\u00e4nge finden jeweils im 1:1 Setting im Wald\/Toilettenhaus statt. Die Transparenz erfordert es deshalb, dass sich die in dieser Situation betreuende Fachkraft bei den Kolleg*innen ab und anmeldet.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den stattfindenden Teamsitzungen findet ein regelm\u00e4\u00dfiger Austausch \u00fcber den angemessenen Umgang von N\u00e4he und Distanz nach den Vorgaben der anerkannten Pr\u00e4ventionsstellen, z.B. \u201eZARTBITTER\u201c statt.<\/p>\n\n\n\n<p>4.3 Macht- und Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnisse<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund von Altersunterschieden zwischen Erwachsenen und Kindern, der sozialen Position der Beteiligten, sowie der geschlechtlichen Ausrichtung sind Macht- und Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnisse vorhanden. Im allt\u00e4glichen Miteinander entstehen besondere Vertrauensverh\u00e4ltnisse zwischen Teammitgliedern und Kindern. Wir sind uns \u00fcber die Verletzbarkeit und der Gefahren von m\u00f6glichen Grenz\u00fcberschreitungen bewusst. Wir vermeiden, dass diese Unterschiede ausgenutzt werden. Ein wichtiges Instrument dabei ist die offene Ansprache, die Aussprache und die kollegiale Beratung. Zus\u00e4tzlich halten wir als Tr\u00e4ger Personal zur Supervision vor, um dem Team auch Unterst\u00fctzung von Au\u00dfenstehenden zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder aus dem U3-Bereich und Kinder mit erh\u00f6htem F\u00f6rderbedarf stehen wegen ihres Alters und der pers\u00f6nlichen Entwicklung unter besonderem Schutz. Kollegialer Austausch, Beobachtung und Wahrnehmung von Mimik und Gestik im Dialog mit Bezugspersonen sind wichtige Instrumente f\u00fcr eine Einsch\u00e4tzung einer m\u00f6glichen Kindeswohlgef\u00e4hrdung.<\/p>\n\n\n\n<p>4.4 R\u00e4umliche Gegebenheiten<\/p>\n\n\n\n<p>Folgende R\u00e4umlichkeiten m\u00fcssen als Risikoorte auf Grund der Lage oder Zugangs gesehen werden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Waldbereich f\u00fcr Toilettengang<\/li>\n\n\n\n<li>Trockentoilette<\/li>\n\n\n\n<li>Tipi<\/li>\n\n\n\n<li>Weidenhaus<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Au\u00dfengel\u00e4nde an der Schutzh\u00fctte mit dem angrenzenden Waldgebiet bietet viel Raum f\u00fcr das freie Spiel mit teilweise schwer einsehbaren Spielecken durch das naturbelassene Umfeld. Der Aktionsraum der Kinder wird den personellen Kapazit\u00e4ten so angepasst, dass die Aufsichtspflicht gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der nat\u00fcrlichen Gegebenheiten und der jahreszeitlichen Ver\u00e4nderung der Naturr\u00e4ume m\u00fcssen die Risikoorte immer wieder neu deklariert und besprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>4.5 Gefahrensituationen<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Gruppenzusammensetzung und die damit verbundenen Mischungen der Alters- und Geschlechtsstrukturen k\u00f6nnen Machtgef\u00e4lle zwischen j\u00fcngeren und \u00e4lteren Kindern und M\u00e4dchen und Buben entstehen. Diese Spielsituationen werden besonders im Hinblick dessen und die F\u00e4higkeiten der einzelnen Kinder beobachtet und reflektiert. Wir greifen sofort ein, wenn sich Kinder unwohl f\u00fchlen und\/oder um Hilfe bitten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei \u00dcbernachtungen nehmen in der Regel alle p\u00e4dagogischen Mitarbeiter*innen teil. Die \u00dcbernachtungssituationen werden so gestaltet, dass f\u00fcr die Kinder erkennbar ist, dass sich immer ein Teammitglied in direkter N\u00e4he befindet und die Teammitglieder ebenfalls in&nbsp; direktem Kontakt sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Umsetzung des Schutzauftrages<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>5.1 Pers\u00f6nliche Eignung<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Haltung zu Kindern ist gepr\u00e4gt von:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wertsch\u00e4tzung<br><\/li>\n\n\n\n<li>Respekt<br><\/li>\n\n\n\n<li>Recht auf Partizipation<br><\/li>\n\n\n\n<li>Vertrauen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Uns ist bewusst, dass sich die Kinder in einem deutlichen Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis zu uns als Erwachsene befinden. In der Arbeit ist uns unsere besondere Rolle als Vorbild, als Vertrauensperson und als Autorit\u00e4tsperson bewusst. Unsere Machtposition nutzen wir nicht aus und missbrauchen sie nicht. Wir passen unsere Sprache und unsere Wortwahl unserer Rolle an. In keiner Form des Miteinanders verwenden wir eine sexualisierte und defarmierende Sprache. Wir dulden keine abf\u00e4lligen Bemerkungen und Blo\u00dfstellungen, auch nicht unter den Kindern. Bei sprachlichen Grenzverletzungen werden wir unserer Rolle gerecht und schreiten konsequent ein. Wir nennen Kinder bei ihrem Namen, Spitznamen verwenden wir nur, wenn wir die Zustimmung der Kinder haben. Spiele, Methoden und Aktivit\u00e4ten gestalten wir so, dass wir das individuelle Grenzempfinden der Kinder ernst nehmen und die M\u00f6glichkeit zum Ausstieg bzw. zur Nicht-Teilnahme anbieten. Diese Entscheidung der Kinder respektieren wir und kommentieren sie nicht abf\u00e4llig.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die professionelle Arbeit zu gew\u00e4hrleisten nehmen wir Mitarbeiter*innen regelm\u00e4\u00dfig an sachorientierten Fort- und Weiterbildungsma\u00dfnahmen teil. Bei der personellen Besetzung sind uns eine wertsch\u00e4tzende Haltung in Bezug auf die Rechte der Kinder und eine dem Kindeswohl orientierte Sichtweise, Voraussetzung f\u00fcr ein langfristiges Arbeitsverh\u00e4ltnis. Eine fachliche und pers\u00f6nliche Eignung nach den Richtlinien unserer Konzeption und dem Verst\u00e4ndnis unseres Kinderschutzkonzeptes ist ein sehr wichtiger Baustein bei unseren Einstellungs- und Mitarbeitergespr\u00e4chen. Wir setzen eine \u00fcbereinstimmende Sichtweise in den wesentlichen Aspekten voraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir geben dem Kinderschutz eine Stimme!<\/p>\n\n\n\n<p>5.2 Unser Selbstverst\u00e4ndnis<\/p>\n\n\n\n<p>Wir Mitarbeiter*innen begleiten die uns anvertrauten Kinder und Personen nach bestem Wissen und Gewissen. Im Rahmen unserer T\u00e4tigkeit und vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Aufgaben unterst\u00fctzen wir famili\u00e4re Prozesse. Bei allen Aktivit\u00e4ten pflegen wir einen achtsamen, respektvollen und wertsch\u00e4tzenden Umgang. Unsere Haltung ist stets am Kindeswohl orientiert.<\/p>\n\n\n\n<p>5.3 Erweitertes F\u00fchrungszeugis<\/p>\n\n\n\n<p>Alle bei uns t\u00e4tigen Personen m\u00fcssen im 2-j\u00e4hrigen Turnus ein erweitertes F\u00fchrungszeugnis vorlegen, dass sie nicht wegen einer sexualbezogenen Straftat verurteilt wurden und auch keine Ermittlungs- bzw. Voruntersuchungsverfahren gegen sie eingeleitet worden sind. Die Mitarbeiter*innen gehen die Verpflichtung ein, vor Einleitung eines Ermittlungsverfahrens dem Tr\u00e4ger umgehend dar\u00fcber Mitteilung zu machen. Das erweiterte F\u00fchrungszeugnis wird in der Einrichtung aufbewahrt. Die Regeln des gesetzlichen Datenschutzes werden beachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>5.4 Pr\u00e4vention \/ Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung von Kindern<\/p>\n\n\n\n<p>Eine wertsch\u00e4tzende und Grenzen des Individuums achtende Atmosph\u00e4re ist unser Fundament f\u00fcr die praktische Umsetzung eines gelebten Kinderschutzkonzeptes. Wir pflegen unter allen am Betreuungsprozess beteiligten einen partnerschaftlichen Umgang. Alle Kinder werden ihrem Alter und ihren F\u00e4higkeiten entsprechend in demokratische Mitbestimmungsprozesse einbezogen. Beteiligung zieht sich durch den gesamten Lebensalltag der Kinder. Morgenkreis und viele weitere Beteiligungsprojekte erm\u00f6glichen den Kindern die Partizipation. Zutrauen, Zumuten und Vertrauen sind wichtige Bausteine in unserem t\u00e4glichen Miteinander. Ma\u00dfnahmen und Projekte zur St\u00e4rkung des individuellen Selbstbewusstseins und des Wir-Gef\u00fchls der Kinder sind regelm\u00e4\u00dfiger Bestandteil unserer t\u00e4glichen Arbeit. Wir bieten den Kindern einen gesch\u00fctzten Rahmen, damit die Kinder ihre Sexualit\u00e4t entwicklungsentsprechend entfalten k\u00f6nnen (Regeln der anerkannten Pr\u00e4ventionsstellen). Der Schutz der Intimsph\u00e4re hat bei uns in der Einrichtung einen sehr hohen Stellenwert. In offenen Spielbereichen spielen die Kinder in den Sommermonaten auch leicht bekleidet (Badehose\/Windel). Wir achten darauf, dass die Toilettenbereiche nicht einsehbar sind. Wir st\u00e4rken die Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung, indem wir Kinder ernst nehmen. Wir bieten ihnen M\u00f6glichkeiten an, ihre Bed\u00fcrfnisse und Gef\u00fchle zu erkennen und zu benennen. Kinder lernen ihre eigenen emotionalen und k\u00f6rperlichen Grenzen kennen und lernen so, auch die Grenzen anderer zu akzeptieren. Wir best\u00e4rken die Kinder darin, ihre eigenen F\u00e4higkeiten und Ressourcen wahrzunehmen und zu formulieren. Eine wertsch\u00e4tzende Haltung, die Instrumente der Mitbestimmung und das respektvolle Miteinander tragen zu einem guten Gelingen bei. Das Team steht jederzeit f\u00fcr Gespr\u00e4che zur Verf\u00fcgung und erarbeitet m\u00f6gliche Verhaltensstrategien gemeinsam mit den Kindern. Wir leben einen achtsamen und respektvollen Umgang vor und begleiten sie altersgerecht und verst\u00e4ndnisvoll. Wir f\u00f6rdern die Mitsprache und Mitbestimmung der Kinder und vermitteln Wissen \u00fcber die eigenen Rechte und Pflichten. Wir arbeiten pr\u00e4ventiv und nehmen jedes Kind in seiner Verschiedenheit und Vielfalt an. Partizipation und Respekt vor der Individualit\u00e4t der Pers\u00f6nlichkeiten ist ein wichtiger Baustein unserer Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Beschwerdemanagement<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beschwerdemanagement und Mitbestimmung ist ein Prozess, der immer wieder ver\u00e4ndert und erweitert wird, wenn es die Situation erfordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mitbestimmung der Kinder erfolgt \u00fcber verschiedene alters- und entwicklungsentsprechende M\u00f6glichkeiten. Dies sind Einzelgespr\u00e4che, Gespr\u00e4che in Kleingruppen bis hin zu Gesamtpl\u00e4nen. Die Kinder k\u00f6nnen dabei ihre Anliegen und Beschwerden anbringen die dann durch die Mitarbeiter*innen dokumentiert werden. Diese Dokumentationen sind Grundlage f\u00fcr Teamsitzungen, Sprechzeiten mit der Leitung und\/oder dem Tr\u00e4ger, Intervisionen und Supervisionen. Diese finden in gesch\u00fctzten R\u00e4umen statt. Wir regen die Kinder dazu an, ihre W\u00fcnsche in Form von Antr\u00e4gen zu formulieren. Die Antr\u00e4ge der Kinderthemen haben in unseren regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Teamsitzungen die h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Die Kinder erhalten eine zeitnahe R\u00fcckmeldung. Alle Antr\u00e4ge, Anliegen und Beschwerden der Kinder werden vom Fachpersonal diskutiert, dokumentiert und dem Tr\u00e4ger<\/p>\n\n\n\n<p>vorgelegt. Bei allen Anliegen, die auf eine m\u00f6gliche Kindeswohlgef\u00e4hrdung hindeuten, leiten wir die entsprechenden Schritte nach Schema (siehe Seite \u2026ff) ein. Wir arbeiten mit dem \u00f6rtlichen Jugendamt und Beratungsstellen zusammen. Auch Elternabende und Entwicklungsgespr\u00e4che dienen einem sicheren Rahmen, um Beschwerden zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Im Falle eines p\u00e4dagogischen Fehlverhaltens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir Mitarbeiter*innen legen einen gro\u00dfen Wert auf eine offene und ehrliche Kommunikation untereinander. Wir reflektieren unser Handeln und Verhalten in Teamsitzungen, Supervisionen und Mitarbeitergespr\u00e4chen. Kollegiale Beratung ist ein wichtiges Instrument unserer p\u00e4dagogischen Arbeit. Eine fehlerfreundliche und selbstkritisch reflektierende Haltung tr\u00e4gt zu unserer Qualit\u00e4tssicherung in der Arbeit mit Kindern bei. Ein offener Dialog mit Fachberatung, Tr\u00e4ger, Kollegen, Leitung und Elternsprecher verstehen wir als Hilfestellung, um uns selbst kritisch und wertsch\u00e4tzend zu betrachten. Wir sind Menschen und P\u00e4dagogen und nicht frei von Fehlern.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wir Teammitglieder*innen gehen achtsam und respektvoll miteinander um. Wir f\u00f6rdern einen offenen und (selbst)kritischen Dialog.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Wir \u00fcberpr\u00fcfen unsere Standfestigkeit in Bezug auf unsere gelebte Haltung unseres Schutzkonzeptes bei Mitarbeitergespr\u00e4chen, Teamgespr\u00e4chen, Eltern-Kind-Gespr\u00e4chen und der kollegialen Beratung.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Wir unterst\u00fctzen uns gegenseitig dabei, Beratungsangebote und Fort- und Weiterbildungen wahrzunehmen.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Bei gewichtigen Anhaltspunkten einer Kindeswohlgef\u00e4hrdung nehmen wir Kontakt zu entsprechenden Beratungsstellen, dem Tr\u00e4ger und dem Jugendamt auf.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>8. Qualit\u00e4tsmanagement<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Tr\u00e4ger stellt f\u00fcr die Einrichtung eine insoweit erfahrene Fachkraft zur Verf\u00fcgung und h\u00e4lt bei der Besetzung der Gruppen die gesetzlichen Vorgaben des Personalschl\u00fcssels ein. Dar\u00fcber hinaus ist er bestrebt, zus\u00e4tzliches Personal einzustellen. Die \u00dcberpr\u00fcfung der p\u00e4dagogischen Qualit\u00e4t findet bei regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Teamsitzungen, Team-\/Tr\u00e4gersitzungen und bei den Konzeptionstagen statt. Grundlagen f\u00fcr die Weiterentwicklung sind die Konzeption und die Vorgaben des Tr\u00e4gers. Ver\u00e4nderungsprozesse \u00fcberpr\u00fcfen wir vor allem in Hinblick auf den Alltag und die Bed\u00fcrfnisse unserer Kinder. Um die professionelle Arbeit zu gew\u00e4hrleisten, nehmen die Mitarbeiter*innen regelm\u00e4\u00dfig an Fort- und Weiterbildungen teil. Das p\u00e4dagogische Team wird regelm\u00e4\u00dfig von einer Kinderschutzfachkraft f\u00fcr die Themen: Grenz\u00fcberschreitungen, Mobbing, \u00dcbergriffe und verschiedene Formen von Gewalt sensibilisiert und es werden Handlungsoptionen besprochen und vermittelt. Unseren Fokus legen wir auch auf gezielte Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen. Durch eine gro\u00dfe Bandbreite von Qualifikationen durch Fortbildungen entsteht eine Vielfalt und dadurch eine fundierte und differenzierte Sichtweise auf die Wahrnehmung von kindlichen Bed\u00fcrfnissen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9. Handlungsschritte und Schemata im Falle von Grenz\u00fcberschreitungen der Mitarbeiter*innen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"606\" height=\"823\" src=\"https:\/\/schlossbergkinder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Tabelle1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-45\" srcset=\"https:\/\/schlossbergkinder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Tabelle1.png 606w, https:\/\/schlossbergkinder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Tabelle1-221x300.png 221w\" sizes=\"auto, (max-width: 606px) 100vw, 606px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>10. Handlungsschritte und Schemata im Falle von m\u00f6glicher Kindeswohlgef\u00e4hrdung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"606\" height=\"824\" src=\"https:\/\/schlossbergkinder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Tabelle2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-46\" srcset=\"https:\/\/schlossbergkinder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Tabelle2.png 606w, https:\/\/schlossbergkinder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Tabelle2-221x300.png 221w\" sizes=\"auto, (max-width: 606px) 100vw, 606px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Weitergabe der Konzeption an Dritte, sowie deren Ver\u00f6ffentlichung, Vervielf\u00e4ltigung oder sonstige Verbreitung, ist ohne Zustimmung der Lombardi &amp; Becker GbR &nbsp;nicht erlaubt.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SCHUTZKONZEPTION desWald- und Naturkindergartens H\u00f6henberg\u201eSchlossbergkinder\u201c Als Tr\u00e4ger der Kinder- und Jugendarbeit von Kindertagesst\u00e4tten, tritt die Lombardi &amp; Becker GbR entschieden daf\u00fcr ein, M\u00e4dchen und Jungen vor sexuellen \u00dcbergriffen zu sch\u00fctzen und Zugriff auf Kinder und Jugendliche f\u00fcr T\u00e4ter und T\u00e4terinnen in den eigenen Reihen zu verhindern. Eine klare Positionierung zum Kinder-und Jugendschutz, ein Klima von Auseinandersetzung, Transparenz und Sensibilisierung sind ein Gewinn f\u00fcr die Qualit\u00e4t unserer Arbeit und erlauben sowohl Kindern und Jugendlichen als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sich bei uns wohl und sicher zu f\u00fchlen. Die Lombardi &amp; Becker GbR als Betreiber und Tr\u00e4ger des Wald- und Naturkindergartens H\u00f6henberg \u201eSchlossbergkinder\u201c ist bem\u00fcht und verpflichtet die Menschen- und Kinderrechte aller mit uns verbundenen Kinder und Erwachsenen einzuhalten und deren Umsetzung zu \u00fcberwachen.&nbsp; Als Ansprechpartner stehen wir ihnen als Tr\u00e4ger gerne zur Verf\u00fcgung: Melanie Lombardi: 0175-7271394Ulrich Becker: 0171-6426456 E-Mail: info@schlossbergkinder.de Das Schutzkonzept ist hier auf unserer Homepage hinterlegt, sowie in Papierform \u00fcber das Team erh\u00e4ltlich. INHALT Einleitung und Leitbild&nbsp; Selbstverpflichtung und Verhaltenskodex Schutzauftrag nach dem Gesetz Risikoanalyse Struktur Gruppe in der Einrichtung N\u00e4he und Distanz Macht- und Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnisse&nbsp; R\u00e4umliche Gegebenheiten Gefahrensituationen Umsetzung des Schutzauftrags Pers\u00f6nliche Eignung Unser Selbstverst\u00e4ndnis Erweitertes F\u00fchrungszeugnis Pr\u00e4vention \/ Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung von Kindern Beschwerdemanagement Im Falle eines p\u00e4dagogischen Fehlverhaltens Qualit\u00e4tsmanagement Handlungsschritte und Schemata im Falle von Grenz\u00fcberschreitungen der Mitarbeiter*innen Handlungsschritte und Schemata im Falle von m\u00f6glicher Kindeswohlgef\u00e4hrdung 1. Leitbild Wir sch\u00fctzen Kinder und die uns allen anvertrauten Personen, indem wir das Kindeswohl in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Unser Auftrag ist es, den Lern- und Lebensraum von Kindern sicher zu gestalten. Das gelebte Miteinander basiert auf Autonomie und Partizipation jedes einzelnen Kindes und der Interessen der Gesamtgruppe. Das p\u00e4dagogische Personal und alle bei uns t\u00e4tigen Mitarbeiter*innen leben den respektvollen Umgang im allt\u00e4glichen Leben vor. Jede Form von Gewalt lehnen wir ab und schreiten ein. Jegliche Form von Gewaltanwendungen ist ein Machtmissbrauch. Nach unserem Selbstverst\u00e4ndnis ist es unsere Aufgabe, das k\u00f6rperliche, geistige und seelische Wohl aller Kinder und den uns allen anvertrauten Personen zu sch\u00fctzen.&nbsp; Kinder sind jedoch keine kleinen Erwachsenen, sie brauchen zus\u00e4tzliche Schutz- und F\u00f6rderrechte, die in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verankert sind. Diese fordert:&nbsp; das Recht auf kindgerechte Entwicklung das Recht auf gute Versorgung das Recht auf seelische und k\u00f6rperliche Unversehrtheit das Recht auf Mitbestimmung Mit einer Atmosph\u00e4re der Achtsamkeit wollen wir \u00dcbergriffe verhindern und Angebote anbieten, bei denen sich Kinder gesch\u00fctzt und wohlf\u00fchlen um sich bestm\u00f6glich entwickeln zu k\u00f6nnen. Alle Mitarbeiter*innen werden im Umgang mit dem Kinderschutzkonzept geschult. Der Tr\u00e4ger und sein Team stellen sicher, dass die Einrichtung bei einem Gef\u00e4hrdungsrisiko versucht den Sachverhalt aufzukl\u00e4ren, um die seelische und k\u00f6rperliche Unversehrtheit von anvertrauten Kindern zu sch\u00fctzen und geeignete Schutzma\u00dfnahmen einleitet. Die beteiligten Fachkr\u00e4fte sind hierbei mitverantwortlich f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung des Gef\u00e4hrdungsrisikos und des Hilfeprozesses. Ein vertrauensvoller und offener Umgang zwischen Kindern, Eltern, Teammitgliedern und Tr\u00e4ger, ist ein wichtiger Baustein unserer p\u00e4dagogischen Arbeit. Beobachtung, Dokumentation und die Installation von angemessenen Ma\u00dfnahmen und Verfahrensabl\u00e4ufen ist das Fundament unserer Arbeit. 2. Selbstverpflichtung und Verhaltenskodex Die Mitarbeiter*innen verpflichten sich, das Schutzkonzept im Kindergartenalltag umzusetzen und die Kinder vor Verletzungen ihrer k\u00f6rperlichen, seelischen und geistigen Unversehrtheit zu sch\u00fctzen. Unser Handeln richtet sich nach folgendem Verhaltenskodex: K\u00f6rperkontakt und k\u00f6rperliche Ber\u00fchrungen sind unabdingbarer Teil unserer p\u00e4dagogischen Arbeit und somit unverzichtbar.&nbsp; Wir achten sehr genau auf die Bed\u00fcrfnisse der Kinder und gehen darauf ein. Das beinhaltet, dass wir dem Kind, Halt, Geborgenheit und\/oder Trost geben, wenn es das braucht. Dazu geh\u00f6rt es f\u00fcr uns auch, dass ein Kind auf dem Scho\u00df sitzen darf, in den Arm genommen oder ber\u00fchrt werden darf\/muss. Ebenso geh\u00f6rt dazu aber auch, das Bed\u00fcrfnis nach Abstand und R\u00fcckzug des Kindes zu achten.&nbsp; Dabei respektieren wir die Bed\u00fcrfnisse des Kindes, f\u00f6rdern und akzeptieren das Recht, nein zu sagen. F\u00fcr K\u00f6rperkontakt braucht es immer das Einverst\u00e4ndnis und eine Freiwilligkeit von beiden Seiten, der des Kindes und der Bezugsperson. Es ist auch darauf zu achten, dass dieser Kodex unter den Kindern eingehalten wird. Wir sprechen h\u00f6flich und respektvoll miteinander und achten auf den Umgangston vom Kind zum Kind, vom Erwachsenen zum Kind und vom Erwachsenen zum Erwachsenen. Die Gespr\u00e4chs- und Umgangsregeln werden immer wieder, je nach Bedarf, mit den Kindern besprochen und die Meinungen und Bed\u00fcrfnisse der Kinder flie\u00dfen dabei in diese Regeln ein. Klare Aussagen, die die Kinder gut verstehen k\u00f6nnen und Ich-Botschaften sind uns als Team wichtig, besonders in Konfliktsituationen. Wir legen Wert darauf, dem Kind zu vermitteln, dass es um sein Verhalten geht, nicht um die Person an sich. Die Kinder d\u00fcrfen jederzeit ihre Meinung sagen, Ideen und Kritik einbringen. Wir h\u00f6ren die Kinder im Kindergartenalltag und in Gespr\u00e4chskreisen an und nehmen ernst, was sie sagen. 3. Der gesetzliche Schutzauftrag \u00a7 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgef\u00e4hrdung \u00a7 8b SGB VIII fachliche Beratung und Begleitung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen \u00a7 45 SGB VIII Erlaubnis f\u00fcr den Betrieb einer Einrichtung \u00a7 47 SGB VIII Meldepflicht \u00a7 72a SGB VIII T\u00e4tigkeitsausschluss einschl\u00e4gig vorbestrafter Personen Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) Kinder- und Jugendst\u00e4rkungsgesetz (KJSG) 4. Risikoanalyse 4.1 Struktur der Gruppe in der Einrichtung Es gibt in der Einrichtung eine Gruppe mit h\u00f6chstens 25 Kindern im Alter von 3 Jahren bis Schuleintritt. In Ausnahmef\u00e4llen werden nach Absprache auch Kinder unter 3 Jahren \u2013 mindestens jedoch 2,6 Jahre aufgenommen. Die Gruppe wird von mindestens 2 Erzieher*innen und 1 Kinderpfleger*in betreut. Zus\u00e4tzlich sind evtl. auch noch Praktikant*innen an der Betreuung beteiligt. Unterst\u00fctzung erhalten wir zus\u00e4tzlich durch einen sozialp\u00e4dagogischen Fachdienst. Die Betreuung der Kinder findet von 7:45 Uhr bis h\u00f6chstens 14:00 Uhr statt. 4.2 N\u00e4he und Distanz Die vom Kind selbstgew\u00e4hlte k\u00f6rperliche N\u00e4he ist ein wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes. Gemeinsam mit den Kindern achten wir darauf, dass die pers\u00f6nliche Intimsph\u00e4re respektiert wird. Bei Toiletteng\u00e4ngen (wenn noch n\u00f6tig evtl. auch Wickeln) ist es uns sehr wichtig, dass die Kinder entscheiden, von welcher festangestellten Bezugsperson sie sich wickeln, oder bei Toiletteng\u00e4ngen assistieren lassen. Die Toiletteng\u00e4nge finden jeweils im 1:1 Setting im Wald\/Toilettenhaus statt. Die Transparenz erfordert es deshalb, dass sich die in dieser Situation betreuende Fachkraft bei den Kolleg*innen ab und anmeldet. Bei den stattfindenden Teamsitzungen findet ein regelm\u00e4\u00dfiger Austausch&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-44","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/44","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/44\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47,"href":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/44\/revisions\/47"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schlossbergkinder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}